2008-03-17

Tüte voll Shit - pt.1: the fun

Drogen sind schlecht für's Hirn.
Darum keine Macht denselben.



Der Industriestandort Wesseling (nahe Köln) machte in den letzten Jahren auf Bonzen City. Neuester Schrei ist die Hundeverfolgung im Stadtgebiet. Sie hätten's gern clean.

Aus diesem Grund werden zum Einen große Viecher in diskriminierender Weise besteuert und müssen so eine Art Arierausweis besitzen. Wenn einer der Großeltern (oder gar der Eltern!) "Kampfhund" oder Jude oder sowas war, ist es praktisch unmöglich, das Vieh zu halten. Die Behörden haben ein Auge drauf, dass sich kein böses Blut einschleicht.

Zum Anderen läuft gerade eine Aktion wie "Unser Dorf soll schöner werden". Nur dass die hier "Mein Häufchen kommt ins Tütchen" heißt und sich mit den Hinterlassenschaften unserer vierbeinigen Mitbewohner befasst. Im gesamten Stadtgebiet hängen Plakate mit dem oben abgebildeten Motiv. Flyer wurden ebenso gedruckt, und es laufen zur Kontrolle schwarze Scheriffs rum. Die Verwaltung verteilt kostenlos Beutel in der Größe von Einkaufstaschen, in die man halbe Schäferhunde stecken könnte. Gedacht sind sie aber für... naja.

Fußhupenbesitzer regen sich darüber grenzenlos auf. Die Tüten seien viel zu groß für das bisschen Shit, das ihre Teppichratten fallen ließen, aber natürlich kaufen sie bei mir keine in angemessenerem Format und stylisherer Verpackung, weil die vom Rathaus verteilten unpraktischen hässlich schwarzen Dinger KOSTENLOS sind; und "was ich zahlen muss, wird gefressen!"
Tze.

Kleiner Witz am Rande: Die städtischen Beamten veranstalten bei der Beutelabgabe für Hunde das gleiche Drama, wie mit dem gelben Sack. Es wird geknausert, es wird registriert.

Noch einen Randnotiz: In oben erwähntem Flyer steht u.a.

"Die Hundesteuer ist keine Reinigungsgebühr [...] Die Einnahmen fließen dem allgemeinen Haushalt zu. Außerdem soll sie die Zahl der Hunde in der Stadt regulieren."

Äh... ja? Wie macht sie das? Und wieso ausgerechnet Hunde? Goldfische? Wellensittiche? Tauben? Katzen?

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