2007-10-20

Niemals? Das wäre immer noch zu früh.

Sprache kann stets nur Abstraktionen der inneren (und auch der äußeren) Welt liefern. Jemand meinte einmal sinngemäß, dass der Mensch mit der Erfindung der Sprache begann, sich von der Wirklichkeit zu entfernen. Ein anderer glaubt, dass er damit wahre Kommunikation verlernte. In diesem Sinne - ja, ich bekenne mich zur Sprache. Ich bin ein schwer Geschädigter. Und wann immer kommunikativ etwas schief geht, gerate ich in Rage. Na, wenn das mal keine heißen Gefühle sind...

2007-10-01

Ich trage einen großen Namen

...
Dann noch ein Wort zum Außerirdischen Joschka [Fischer]:
Mensch, hör mir bloß auf zu jammern. Schon klar, dass man sich als jugendlicher Steinewerfer die Welt viel einfacher vorstellt. Man könnte so viel ändern, wenn man nur erst die Hebel der Macht in die Finger bekäme. Inzwischen haben Joschka und Kollegen erfahren, dass man erst alt werden muss, bevor man ernsthaft mitspielen darf. Dass man sich bis dahin sehr ändert und dass die Welt aus dieser Warte völlig anders aussieht. Dass Macht korrumpiert, ohne dass man es merkt. Dass man irgendwann das genaue Gegenteil von dem tut, was man ursprünglich wollte, weil später nicht mehr das Bewusstsein das Sein bestimmt, sondern umgekehrt.
Vielleicht hättet ihr alle in der Opposition bleiben sollen, am besten in der APO. Machtlos natürlich, ein bisschen weltfremd, aber wenigstens unverlogen, unbürokratisch und mit Inhalten statt Abhängigkeiten befasst.