2008-01-30

Now, who's the jerk?

Fundstücke der heutigen Aufräumerei. Schule hat manchmal auch gerockt.

Englisch Arbeitsblatt 1: British Newspapers
THE TIMES - read by the people who run the country.
DAILY MIRROR - read by the people who think they run the country.
GUARDIAN - read by the people who think they ought to run the country.
MORNING STAR - read by the people who think the country ought to be run by another country.
DAILY MAIL - read by the wives of the people who run the country.
FINANCIAL TIMES - read by the people who own the country.
DAILY EXPRESS - read by the people who think the country ought to be run as it used to be.
THE DAILY TELEGRAPH - read by the people who think it still is.
THE SUN - read by the people who couldn't care less who runs the -#*!@- country, providing she's got big tits.


Englisch Arbeitsblatt 2: Religions explained
Taoism - Shit happens.
Confucianism - Confucius says: "Shit happens".
Buddhism - Shit happening is an illusion.
Zen - What is the sound of shit happening?
Hinduism - This shit has happened before.
Islam - Shit happening is the will of Allah.
Judaism - Why does shit always happen to us?
Catholicism - If shit happens, you deserve it.
Calvinism - Shit happens because you don't work hard enough.
Christian science - If shit happens, pray and it will go away.
Protestantism - Please let shit happen to someone else!
Atheism - Shit happens for no reason.
Agnosticism - Maybe shit happens, maybe it doesn't.
Stoicism - Shit happens. I can take it.
Hare Krishna - Shit happens, shit happens, shit happens...
Johova's Witnesses - Let us in and we'll tell you why shit happens.
Rastafarianism - Let's smoke this shit and see what happens.

2008-01-21

...die ich mir als Jugendlicher nie vorstellen konnte

Lasst es uns liebeswertes Ransdgruppenspießertum nennen, um mit J.s Worten zu umschreiben, was auch mir zur Situation eingefallen war. Und wenn wir ehrlich sind, darf man nicht nur mit dem Finger auf die Anderen zeigen, sondern muss zur Kenntnis nehmen, dass man selbst ein Teil der Kulisse ist, vor der sich alles abspielt.
Ich hätte mir nie träumen lassen, auf welch absonderliche Arten sich Spießertum ausdrücken kann, aber das ist die wahre Bedeutung des Älterwerdens: Irgendwann holt dich der Alltag ein. Es ist nicht nur möglich, dass du deinen Eltern immer ähnlicher wirst, ohne dass du es willst, sondern gerade dein Verharren in Rebellion gegen eben diese Möglichkeit kann dich aufs Glatteis führen. Während du noch denkst, du seist ja so anders, verrennst du dich in Gewohnheiten, Gebräuche und Klischees. Du bist vielleicht gerade 20 Jahre alt, und du legst bereits das Fundament für ein Häuschen, in dem du dich bis zum Lebensende einrichten möchtest, verplemperst Zeit und Geld für nutzlosen Konsum, während du dir dein allumfassend gültiges Weltbild baust.

Andererseits: Was ist falsch daran? Lässt sich psychosefrei etwas verhindern, das der menschlichen Natur entspricht?
Oder nochmals anders gefragt: Ist Spießertum nicht einfach die Erkenntnis, dass dein Nachbarn nach anderen Regeln lebt, als du selbst? Dann müsste jeder zunächst den Spieß aus seinem eigenen Auge ziehen. Eine jahrtausendealte Spießerwahrheit aus der Bibel.

2008-01-08

The mind is a terrible thing to taste

Ist es überstanden? Haben wir den Dezember endlich hinter uns? Den mit dem ganzen Klimbim, den kein vernünftiger Mensch mehr ertragen kann? Der glühweinseligen Christenheit, den Rotfräcken,dem bösen W-Wort und diesem willkürlichen Neuanfang, der nur wieder einen wohlfeilen Vorwand bietet, sich volllaufen zu lassen, damit man es nachher auf den Suff schieben kann, wenn man seine verlogenen Vorsätze gleich wieder über Bord wirft?
*Phew*

Den martialischen, bei Ministry entlehnten Titel hatte ich glaub' schon mal. Was ziemlich wurschtig ist, solang er passt. Und das tut er ganz bestimmt, denn nach dem stark zweimonatigen Ausflug in meine persönliche Hölle, dessen letzte Hälfte von Sprachlosigkeit bestimmt war, habe ich ehrlich gesagt ziemlich wenig Lust, überhaupt noch über irgend etwas nachzudenken. Selig, die arm sind im Geiste.
Doch es hilft ja alles nichts. Niemand kann aus seiner Haut, so sehr er sich auch wehrt. Du bist gefangen. Gefangen in deinen Denkmustern, die gefangen sind in einem Körper, welcher gefangen ist in Lebensumständen, die entstehen aus Sachzwängen gesellschaftlicher Art, gegründet wiederum auf unumstößliche Gesetze der Natur. Da erzähl mir einer was von freiem Willen. Ich pfeife auf den freien Willen. Wenn es ihn gibt, bin ich umgeben von einer Bande Affen, die sich für Menschen halten. Von Augen, die nur sehen, aber nicht wahrnehmen. Die vorgeben zu hören, aber nicht verstehen. Die reden, ohne etwas zu sagen. Da wäre es mir tausend Mal lieber, sie hielten sich die Mäuler zu, statt lauwarme Luftblasen abzusondern.

Ich war wütend bis zur Raserei. Die Schlacht in der Normandie hätte ich allein entscheiden können, auch wenn kurz darauf der Saft komplett weg war. Ich wollte einen Schalter, der das Nichts aktiviert, aber da war keiner. Und auch kein Strom.
Ich will raus aus diesem Sumpf, der kein Vorn und kein Hinten kennt; bestenfalls Zweck, aber keinen Sinn besitzt. Ich ertrinke in der Nähe von Menschen, die mir ihre Gegenwart aufdrängen. Ihre kleinen, lumpigen Leben, an denen sie so sehr hängen. Ihre Beweggründe, die sie für so universell halten, dass sie kein Wort darüber hinaus verstehen. Ihre gedankenlosen Versprechen und ihre kurzsichtigen Hoffnungen, die so selten wahr werden.
Sehr oft wünsche ich mir Einsamkeit. Nicht dass Einsamkeit ein erstrebenswerter Zustand an sich wäre. Ich komme zwar ganz gut dauerhaft mit ihr klar, genauso wie ich auch die Gegenwart sinniger und sinnlicher Menschen durchaus genießen kann. Das Wichtigste daran ist jedoch die Freiheit. Freiheit von Einflussnahme, Manipulation, Vereinnahmung, aufgedrängter Kommunikation, erzwungenen Reaktionen und ähnlichem mehr. Lieber kommuniziere ich gar nicht, als problembehaftet. Worin auch immer die Ursachen liegen mögen.
Es ist ermüdend, sich immer wieder erklären zu müssen, um trotzdem unverstanden zu bleiben. Wirklich, es gibt Momente, da möchte ich das Sprechen verlernen. Momente wie in den letzten Wochen, als ich nicht mehr fähig war, etwas Vernünftiges zu schreiben. Geschweige denn zu sagen.