2009-03-26

Wer hat hier eigentlich ne Krise?

Um nochmal auf die Story Of Stuff zurückzukommen: Die Art unseres Wirtschaftens ruiniert unsere Lebensgrundlagen in exponentiell steigender Geschwindigkeit. Solange man als Individuum daran teilnimmt, unterstützt man den Prozess und macht sich gleichzeitig abhängig von ihm.
Andreas Clauss erläuterte die Zusammenhänge jüngst bei einem Vortrag über physische Ökonomie ebenfalls, jedoch und aus einem anderen Blickwinkel. Dabei fließen jüngste Ereignisse aus Wirtschaft und Politik mit ein.
Wer wissen möchte, was Geld wert ist und warum der jüngste Crash nicht im geringsten überraschend kommt, sollte einen Blick riskieren. Ich fand den Vortrag höchst spannend, zumal er einige meiner eigenen, seit der Schulzeit gewälzten, Gedanken - wenn auch besser formuliert - in einen sinnhaften Kontext setzt.
Ein wenig kritisch sehe ich die Verwendung des Wortes "sie". Das klingt nach paranoider Weltverschwörungstheorie und ist ein Stück weit sicher auch so gemeint, wenn er behauptet, die ökonomischen Zyklen, die sich öffnende Schere und die Abhängigkeit des Einzelnen vom Geld seien gewollt.
Eine Rolle, ob man nun glauben möchte, dass dieses System designed wurde oder nur benutzt wird, spielt es nicht. Unberührt davon bleibt nämlich die Unmöglichkeit eines endlosen Wachstums in einer endlichen Welt. Ich bin mir sicher, dass unsere Generation unmittelbar vor der Wahl steht, den Traum vom Konsum zu beenden oder eines Morgens auf einer leergefressenen Welt aufzuwachen.

2009-03-11

The Story Of Stuff

Wo kommt all das Zeug her, mit dem wir uns umgeben? Weshalb kostet dieses kleine grüne Radio 4,99? Weshalb braucht die Wirtschaft steigende Umsatzzahlen?

Annie Leonards unterhaltsamer Kurzfilm The Story Of Stuff nimmt unsere klinisch reine Wirtschaftswunderwelt unter die Lupe.

Danke an [info]fishmac für den Tip.