2010-12-24

eu angelion ex carolus

"From the egalitarian societies of the Paleolithic, humanity evolved into great agrarian civilizations in which the rich were those who owned slaves. In the Machine Age, overt slavery disappeared, only to be replaced with a system in which nearly everyone did demeaning work out of survival anxiety. "Do it or you will die!" That's slavery, all right. The great promise of machine technology — Every man a king! Every man a god! — has borne its opposite. Every man a slave. Slaves without human owners, all laboring under the yoke of money."

Most of the misery we witness, and go through ourselves, arises from the idea of separation and control. We cannot watch things happening "naturally". We just don't let go. As we try to subdue reality according to our will, our whole civilization consists of thick layers of patches to problems which previous "solutions" have created in the first place. That's why things look so complicated; hence the need for experts. To my experience that need is an illusion. Life is much simpler than it seems. It became obvious as soon as I learned how to not divide the world into wrong and right, what should and what should not be, or to look after what I think I "deserve" as "my right". The first two steps - seeing the illusion and letting go of it - were the most difficult, and the latter one, in my case, is still in progress. Adyashanti so aptly called that, which is keeping us, a fear of breaking the ultimate taboo of leaving humanity behind, as it actually implies the realization that the world (in every sense) cannot be saved, and does neither need nor want to be saved. In fact, civilization has to collapse - rather than slowly fade away - so that every man eventually allows the urge for a different paradigm to be felt within himself.

"With the end of the age of the Machine, we see the possibility of a return to the original egalitarianism, in which the economy is a flow of gifts within a context of abundance [...] The collapse of the Newtonian World-machine will reunite us with the world, and we shall once again fall in love with it. To be in love is to dissolve boundaries, to expand oneself to include an other. Already it is happening. Have you noticed? One by one, we are rejecting our society's priorities and falling in love again with life. That is our true nature, which we can deny only with increasing effort."

(Quotes from Charles Eisenstein's "The Ascent of Humanity", Chapter VII-6. My own writing originally appeared as comment to Mark Boyle's Freeconomy Blog)

2010-12-15

Keine Rede seit '45

Es wird oft gesagt, früher (ihr wisst schon wann) wäre nicht alles schlecht gewesen.
Dem möchte ich widersprechen: Das war es. Und es ist noch dicker gekommen. Alles, wirklich alles ist von Übel. Wir nehmen schlampig wahr, sieben egozentrisch aus, denken in dualistischen Kategorien darüber nach, lügen und verheimlichen uns unseren Weg durchs Leben, handeln rücksichtslos im Sinne des Eigeninteresses und nennen das auch noch "normal". Ein wahlloser Blick in irgendeine Zeitung müsste als Beweis genügen, dass nach '45 kein neues Zeitalter begann. Wer sich selbst gegenüber ehrlich ist, dem dürfte etwas Innenschau genügen, den Lügencharakter der euphemistischen Worte und Denkmuster der Jetztzeit aufzudecken.

An den Punkt zu kommen, an dem man den nach innen gerichteten Blick wagt, ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit, und nie waren die Hürden höher. Sie türmen sich in Form von Externalitäten vor uns auf, aus denen wir unsere Persönlichkeit zurechtzimmern: Klamotten, Besitztümer, Überzeugungen, Unterhaltung, Tattoos, Jobs, Skills, Erinnerungen, Hoffnungen, Ängste. Der Blick nach innen bleibt am Äußerlichen hängen, am Spiegelbild, an Prägung. Ich habe Leuten gegenüber mehrfach erwähnt, dass mich das krampfhafte Festhalten am Materiellen an Märchen erinnert, in denen selbst edle Charaktere vor der Begegnung mit der eigenen Seele erschauern und daran irre werden, und dass ich glaube, dass diese Vorstellung noch immer unterschwellig aktiv ist. Man hat darüber gelacht. Und doch liegt nichts offener zutage als unser Versuch, unsere wahre Natur mit Äußerlichkeiten, mit Kultur zu verhüllen. Lieber drehen wir zum zehntausendsten Mal an Stellschrauben, ändern Anbaumethoden, Konstruktionstechniken, Regierungssysteme, Gesetzeswortlaute oder Strafmaße, als dass wir auch nur ein einziges Mal in Betracht ziehen, an uns selbst zu arbeiten. Wir wechseln unsere Götter wie die Unterhosen (zur Zeit darf die göttliche Ratio ihr Glück versuchen), ebenso unsere Führungspersonen - und tatsächlich: Haben wir nicht in jüngster Zeit viel erreicht? Freiheit und Demokratie für alle?

Ich nmuss, glaube ich, nicht mehr darauf hinweisen, wie wenig Substanz hinter diesen leeren Phrasen steckt, und ich brauche, glaube ich, auch nicht mehr betonen, dass sich die Übel, welche uns seit Beginn der neolithischen Revolution plagen, ins Unermessliche gesteigert haben: millionenfacher Kriegstod, milliardenfacher Hunger und alles was damit zusammenhängt - im Namen des Selbsterhalts des materialistischen Ego, das behauptet, lediglich seiner menschlichen Natur zu folgen, um damit zu verhindern, dass man sich näher mit ihm beschäftigt.
Das Ego aber ist seinem ganzen Inhalt nach Kultur, nicht Natur. Wenn wir verzweifeln - das ist das Ego, dessen Phantasien von Perfektion, Dauerhaftigkeit und Allmacht dabei sind zusammenzubrechen. Wenn wir nicht mehr ein noch aus wissen - das ist das Ego, das mit seinem Leitspruch "mehr vom selben" in eine Sackgasse gefahren ist. Wenn wir uns haltlos und verlassen fühlen - das ist das Ego, das Gegensätze erschafft, wo Einheit ist.

O ja, das Ego besitzt eine natürliche Quelle und damit einen evolutionären Bestimmungszweck. Als virtuelles Organ hat es zweifellos eine Berechtigung, nicht jedoch als auf Ballongröße aufgeblasenes Karzinom. Und so kommen wir zur Unterscheidung von Natur und Kultur. Linguistisch handelt es sich dabei um Abstrakta, d.h. "Gegenstände" ohne materielle Gegenstücke: Begriffe, die nur im Geist eines sich von "der Natur" (=allem) getrennt fühlenden Menschen existieren. Wir wissen z.B. von manchen "natürlich" lebenden "Kulturen", dass sie eine solche Spaltung nicht kennen. Und wir selbst sind unfähig, die Trennlinie scharf zu zeichnen. Ob menschliche Produkte natürlich sind, weil auch der Mensch ein Produkt der Natur ist, oder ob etwa Technik "künstlicher Natur" ist, weil sie ohne den Menschen "in der Natur nicht vorkommt", ist seit Jahrhunderten ein Streitthema. Es ist eng mit der sogenannten Sonderstellung des Menschen in der Natur verbunden, übrigens ebenfalls eine abstrakte Vorstellung, die sich durch nichts beweisen lässt.

Kultur als unnatürlichen Gegenstand gibt es nur dort, wo sie entsteht: in unseren Köpfen. Wir möchten etwas schaffen, das von Dauer ist, das eine Spur von uns hinterlässt, das unserem Willen zu Wirkung verhilft. Das ist das Vermessene daran. Denn es ist der Natur (=dem All) entgegengerichtet. Hier gibt es nichts von Dauer; hier bleibt keine Spur, denn alles kehrt in Kreisläufe zurück; hier, im Angesicht des Alls, endet unsere persönliche Macht. Natur ist das, was fließt, sich wandelt und aus sich selbst heraus funktioniert. Sie macht allen kulturellen, künstlichen Ansprüchen einen Strich durch die Rechnung. Hier liegt die Wurzel der Unterscheidung in Gut und Böse, Richtig und Falsch: Was fügt sich in den natürlichen Gang der Dinge und was versucht - vergeblich - dem entgegenzuwirken. Muss man zwischen Natur und Kultur unterscheiden, so wird letztere hinfällig. Ironischerweise wird ohne Kultur die Unterscheidung gleichfalls hinfällig.

2010-12-07

Uncle Ben's

In the face of a major Euro crisis we have forgotten about the Dollar. Maybe it is meant to be this way ;)
I don't care about currency and money any more, but I liked this clip I found:



I wish I had a talent of expressing myself in such a funny way.

2010-12-05

BananenRepublik Deutschland

Ich will hier fürs Protokoll nur mal festhalten, dass ich kein Deutscher bin. Ich bin lediglich Teil der Biosphäre des Planeten Erde, und alle, die mich gegen "jugendgefährdende Inhalte", "den Russen", unangenehme Wahrheiten aus dem US-Außenministerium, "Terroristen", "Klimawandel" und andere erfundene oder selbst produzierte Gefahren schützen wollen, können mir bitteschön den Buckel runterrutschen, solange sie nicht mal in der Lage sind, Recht auf Leben, Redefreiheit, Unangetastetheit der Wohnung, Brief- und Fernmeldegeheimnis, Menschenwürde, Gleichheit vor dem Gesetz, Unschuldsvermutung und andere Grundrechte zu garantieren. Ich brauche euren Nachtwächterstaat nicht!
(Nein, auch nicht die Autobahnen!)

2010-12-03

Leak'em all

If you are pissed with the arrogance with which governments kill people all over the world, either by their intelligence agencies, or their troops, and if you are pissed with them claiming at the same time that the publishing of the truth - written down by their own hands! - was a threat to so-called innocent individuals, let them know.

Let them know that, indeed, they, the governments of the world, are a threat to life on Earth, and that we, the people, will not look the other way. Let them know by researching relevant documents where ever you find them.

WikiLeaks is still online.
Type http://213.251.145.96/ , or http://savewikileaks.net/another-wikileaks-address/  , or http://www.wikileaks.info , or try various other addresses like .eu, .de, .ch, .at, etc.